Cannabis NEWS Update


Berlin (Deutschland). Cannabis wird bereits seit Jahrtausenden für medizinische Zwecke verwendet. Das wohl älteste bekannte Dokument ist ein rund 4.700 Jahre altes chinesisches Lehrbuch über Botanik und Heilkunst, in dem medizinische Anwendungen der Hanfpflanze ausführlich beschrieben werden. Obwohl unzählige wissenschaftliche Studien den positiven Effekt von Cannabis belegen, blockiert die Politik bzw. die Gesetzgebung diverser Länder immer noch den medizinischen Einsatz der häufig als Droge eingestuften Heilpflanze.

Wie der Deutsche Hanfverband mitteilt, scheint nun langsam ein Umdenken stattzufinden. Konkret bedeutet dies, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aktuell den derzeit 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen die Neuklassifizierung von Cannabis empfiehlt. In einem Brief der WHO an den UN-Generalsekretär António Guterres wird beschrieben, dass eine wissenschaftliche Arbeitsgruppe der WHO die Risiken vom im Cannabis enthaltenen CBD und THC untersucht und neu bewertet hat. Die Wissenschaftler sind zu dem Entschluss gekommen, dass die Risiken der aktuellen Einstufung nicht gerecht werden. Wie diverse Wissenschaftler aus aller Welt bereits seit Jahren appellieren, kam nun auch die WHO zu dem Entschluss, dass Cannabis einen großen medizinischen Nutzen für die Weltbevölkerung hat. Dieser Brief an den UN-Generalsekretär könnte den weltweiten Umgang mit Cannabis von Grund auf verändern.

Cannabis-Neueinstufung wird bis 2020 erwartet

Die Stellungnahme sollte ursprünglich bereits im Dezember veröffentlicht werden, wurde dann jedoch ohne Angaben von Gründen verschoben. Dadurch wird sich die Entscheidung der UN-Suchtstoffkommission wohl etwas verschieben, da die jeweiligen Mitgliedsstaaten Zeit benötigen, um die Empfehlung zu prüfen, zu bewerten und zu kommentieren. Die Neueinstufung von Cannabis wird daher bis spätestens 2020 erwartet.

„Diese Stellungnahme der WHO ist ein Meilenstein in der Geschichte der weltweiten Cannabisdebatte. Angesichts der aktuell zahlreichen Beschlagnahmung von Nutzhanfblüten in Deutschland ist außerdem die Forderung der WHO wichtig, dass der Handel mit solchen Produkten keiner Einschränkung unterliegen sollte“, kommentiert Georg Wurth, Geschäftsführer des Deutschen Hanfverbands die WHO-Empfehlung an die Vereinten Nationen.

Streichung aus der Liste der gefährlichsten Drogen

Wie die WHO weiter schreibt, sollen alle verschiedenen Hanfsorten von der Liste der gefährlichsten Drogen, der Anlage IV der Single Convention, gestrichen werden und stattdessen nur noch unter der Anlage I der weniger gefährlichen Drogen geführt werden. Zudem sollten laut Empfehlung der WHO CBD-Präparate deren THC-Gehalt 0,2 Prozent nicht übersteigt, komplett aus der Single Convention gestrichen werden. Der berauschende Cannabiswirkstoff THC soll demnach in den Anlagen der internationalen Drogenübereinkommen so verschoben werden, dass die medizinische Anwendung deutlich erleichtert wird, nicht aber die Freizeitanwendung. Quelle: https://www.forschung-und-wissen.de/


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